Was tun, wenn deine Liebsten keine Yogis sind?

Begeisterung will geteilt werden – das ist wohl bei uns allen so. Hat uns die Leidenschaft für ein Thema so richtig gepackt, wissen wir kaum, was mehr Spaß macht: Uns tatsächlich damit beschäftigen oder darüber reden.

Wir freuen uns über die neuen Dinge, die wir lernen; die neuen Leute, die wir durch das Hobby treffen, und die Erkenntnisse, die wir gewinnen.

Gerade beim Yoga greifen diese häufig sehr tief. Nach einiger Zeit des Übens spüren wir die vielfältigen Vorteile einer regelmäßigen Praxis: Wir werden stärker, flexibler, entspannter, können besser mit Stress umgehen… und vielleicht ändern sich sogar einige unserer Lebensgewohnheiten.

Da Yoga das eigene Wohlbefinden so sehr steigern kann, ist es nur natürlich, dass man das teilen möchte. Denn selbstverständlich wollen wir ja, dass unsere Liebsten sich ebenso gut fühlen wie wir, richtig? Da kann es schon mal schwierig werden, wenn das engste Umfeld die Interessen nicht teilt.

Was also tun, wenn man unterschiedliche Interessen oder sogar unterschiedliche Lebensstile hat, sich aber sehr nahesteht?

Gegenseitiges Verständnis

Die Bereitschaft, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen, sollte da sein, und zwar auf beiden Seiten.

Wenn dir ein Mensch wichtig ist, ist dir üblicherweise auch wichtig, was diesen Menschen interessiert, was ihn umtreibt, womit er seine Zeit verbringt – auch, wenn diese Dinge nicht notwendigerweise zu deinen eigenen Interessen gehören.

Ist letzteres der Fall, bemühe dich trotzdem, Interesse zu zeigen, stelle Fragen, rege Unterhaltungen an. Achte aber auch darauf, dass dir das gleiche Interesse entgegengebracht wird.

Gemeinsamkeiten finden

Wenn beide Parteien es wirklich versucht haben, über die Themen des Gegenübers zu sprechen und es einfach nur anstrengend und nervig ist, dann müssen Gemeinsamkeiten her.

Was hat euch früher verbunden? Ist diese Grundlage nicht mehr da, warum nicht nach einer neuen suchen? Es könnte Spaß machen, nach etwas Ausschau zu halten, was euch beiden gefällt: gemeinsame Abende im Theater, zusammen eine neue Sprache oder ein Instrument lernen, einem Buchclub beitreten… die Möglichkeiten sind vielfältig! Vielleicht schweißt euch eine alte oder neue Gemeinsamkeit wieder zusammen.

Vorleben statt Überreden

Bei Yogabegeisterten ist der Wunsch nicht selten, das Umfeld von der eigenen Leidenschaft zu überzeugen. Viele finden durch Beschwerden zum Yoga, die durch die regelmäßige Praxis gelindert werden oder sogar verschwinden. Da ist es ganz natürlich, dass man Freunde und Familie mit an Bord holen möchte, denn die sollen ja auch von den positiven Seiten des Yoga profitieren.

Fakt ist: Jeder Mensch kann von Yoga auf die eine oder andere Weise profitieren; sei es durch die Linderung von Rückenschmerzen, oder die Reduktion von Stress.

Fakt ist aber auch: Nicht jeder Mensch ist sich dessen bewusst oder offen dafür.

Ist dies in deinem Umfeld der Fall, stößt du Leute eher von dir weg, wenn du versuchst, sie zu überreden. Du kannst allerdings versuchen, zu inspirieren. Lebe deinen Liebsten vor, welche positiven Auswirkungen Yoga haben kann. Betone den Einfluss deiner Praxis, wenn du darauf angesprochen wirst, wie entspannt du wirkst, wie gesund, etc.

Kleine Einblicke anbieten

Leider ist es nach wie vor so, dass viele Menschen Vorurteile gegenüber Yoga haben. Hast du solche Menschen in deinem Umfeld, kann das natürlich frustrierend sein. Versuche dennoch, diese Vorurteile nicht als „Schwachsinn“ abzutun. Erkläre freundlich, aber bestimmt, dass die jeweilige Annahme falsch ist und biete an, einen Einblick ins „wahre Yoga“ zu gewähren.

Das kann auf vielerlei Weise erfolgen. Biete der Person ganz einfach ein Gespräch darüber an, in dem alle Fragen an dich erlaubt sind. Als nächste Stufe kannst du anbieten, mit dir in einen Kurs zu kommen, um sich selbst ein Bild zu machen. Wenn du selbst unterrichtest, kannst du auch eine Privatstunde anbieten.

Menschen, die aufgeschlossen sind, werden Wert darauf legen, Vorurteile abzulegen und gefährliches Halbwissen durch echte Einsichten zu ersetzen.

Grenzen setzen

Wollen wir hoffen, dass es nie dazu kommt, aber es kann sein, dass du Menschen begegnest, die eher an Vorurteilen und falschen Ansichten festhalten, als offen dafür zu sein, etwas dazuzulernen. In diesem Fall solltest du dich fragen, ob dir solch engstirnige Menschen guttun.

Als Yogi bzw. Yogini bist du vermutlich sehr tolerant und unvoreingenommen, daher kannst du mit bornierten Leuten wahrscheinlich nicht viel anfangen. Mache ihnen klar, dass es dich kränkt, wenn sie sich lieber an falsche Tatsachen klammern als mit dir darüber zu reden. Hat man jemanden in seinem Leben, der mit den Vorurteilen aufräumen könnte – so wie du – ist es so leicht, den eigenen Horizont zu erweitern. Ist jemand nicht dazu bereit, spricht das Bände über diese Person.

Hast du selbst schon Erfahrungen mit unterschiedlichen Interessen im Freundes- und Familienkreis gemacht? Wie bist du damit umgegangen? Teile es mit mir in den Kommentaren!

Ein Gedanke zu „Was tun, wenn deine Liebsten keine Yogis sind?

  1. Wolfgang Berg sagt:

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