Warum du als Yogalehrer:in Journaling nutzen solltest

Journaling ist voll im Trend. Die vielfältigen Varianten des therapeutischen Schreibens eignen sich für fast alle Lebenslagen. Zahlreiche Journals, die man nur noch ausfüllen muss, sind inzwischen auf dem Markt, um den Einstieg zu erleichtern.

Auch im Yogaunterricht ist Journaling mittlerweile angekommen. Mittels gezielter Reflexionsfragen kann die Wirkung der einzelnen Asanas zusätzlich vertieft werden, wodurch die Schüler:innen noch mehr von der Praxis profitieren.

Als Lehrkraft solltest du definitiv in Erwägung ziehen, Journaling zu einem festen Bestandteil deiner eigenen Routine zu machen, und es nicht nur in deinem Unterricht anzubieten. Warum? Hier sind meine Top 3 Gründe, warum du als Yogalehrer:in Journaling nutzen solltest.

Persönliches Wachstum dank Journaling

Natürlich solltest du neben dem Unterrichten auch deine eigene Praxis nicht vernachlässigen. Indem du diese dokumentierst – ganz gleich, ob du für dich alleine praktizierst oder einen Kurs besuchst – und festhältst, was sich gut anfühlte und was eher nicht, gewinnst du ein besseres Gefühl dafür, was deiner Gruppe guttun könnte, welche Asanas sich für welches Thema eignen, und noch viel mehr.

Doch du solltest nicht nur über deine Yogapraxis schreiben, sondern dich mittels Journaling auch mit dir selbst beschäftigen. Mit regelmäßigem Journaling lernst du dich selbst besser kennen: Als Person und als Lehrkraft. Du lernst, wer du bist, was deine Werte sind, wofür du stehen möchtest, womit du dich wohlfühlst und womit nicht. Je besser du dich selbst kennst, umso authentischer kannst du im Unterricht auftreten.

Verfeinerte Ansagen

Wenn es für dich zur Gewohnheit geworden ist, deine eigene Praxis schriftlich festzuhalten, wirst du merken, dass deine Ansagen mit der Zeit genauer werden. Warum? Dir ist viel intensiver bewusst, wie sich einzelne Übungen anfühlen und was sie auf mentaler Ebene auslösen können; welche Teile des Körpers involviert sind, wohin die Aufmerksamkeit gerichtet werden sollte. Wenn du dieses Wissen in deine Ansagen einfließen lässt, werden sie für deine Teilnehmenden viel verständlicher und anschaulicher werden.

Kreativere Stunden

Hast du dich auch schon mal gefragt, woher du bloß immer wieder frische Ideen für neue Stunden nehmen sollst? Eine Möglichkeit kann sein, ein „Inspirations-Journal“ zu führen. Darin hältst du alles fest, was inspirierend für deinen Unterricht sein könnte: kreative Sequenzen und Übergänge, die du als Teilnehmer:in aufgeschnappt hast; Asanas, die du noch nicht kanntest; Ansagen, die besonders „auf den Punkt“ waren; aber nicht nur Dinge aus dem Yogaunterricht, sondern auch aus dem täglichen Leben. Zitate, Erlebnisse und interessante Unterhaltungen könnten dir vielleicht Themen für neue Stunden liefern. Ganz gleich, was dich gerade anlacht oder wie banal es dir erscheinen mag – schreib es auf! Ergänze den Eintrag gerne schon um Anmerkungen, warum du denkst, dass du diesen Punkt für deinen Unterricht verwenden könntest.

Sowohl persönlich als auch fachlich kannst du also in hohem Maße von Journaling profitieren. Schnapp dir einfach ein Blanko-Notizbuch und einen Stift und leg gleich los oder komm am 25. April 2024 in meinen Workshop “Journaling für Yogalehrende”. Es lohnt sich!

Viel Spaß beim Schreiben, Unterrichten und Wachsen!